Mittwoch, 8. Juli 2026

 ......

Vorwort zum Buch „Kapitel 21“

 08.07.26 19:19 

 23. August 2026

Kapitel 21 – Die 21 Tage: vom gekochten Essen über die Rohkost, die Reinigung und das Fasten bis zum „Vivere di Luce“

Die Bezeichnung „Kapitel 21“ ist in diesem Buch nicht zufällig gewählt.

Die Zahl 21 steht hier für die drei Wochen bzw. 21 Tage, die in verschiedenen Zusammenhängen der Fasten- und Reinigungsliteratur immer wieder als besonderer Zeitraum erscheinen. Sie bildet deshalb den inneren Rahmen dieses Kapitels: drei mal sieben Tage, ein Zeitraum, der in unterschiedlichen Überlieferungen, Erfahrungen und Schriften mit Fasten, Umstellung, Reinigung und Übergängen verbunden wird.

Besonders deutlich findet sich diese Verbindung bei Jasmuheen. Ihr Buch Lichtnahrung trägt im Italienischen den Untertitel Come rigenerarsi in 21 giorni – „Wie man sich in 21 Tagen regeneriert“ – und beschreibt einen 21-tägigen Prozess, der in drei Wochen gegliedert ist. Auch in anderen Darstellungen des von ihr beschriebenen Prozesses wird der Zeitraum von drei Wochen ausdrücklich als 21-Tage-Prozess bezeichnet.

Die Zahl 21 ist jedoch nicht ausschließlich an diese eine Literatur gebunden. Auch außerhalb des sogenannten „Lichtnahrungsprozesses“ finden sich dokumentierte Erfahrungen mit dreiwöchigen Fastenzeiten. So wurde beispielsweise 2024 der Fall eines Mannes wissenschaftlich dokumentiert, der über 45 Jahre hinweg jedes Jahr drei Wochen fastete.

Damit soll nicht behauptet werden, dass überall und in allen Traditionen genau 21 Tage als verbindliche oder notwendige Fastendauer gelten. Das tun sie nicht. Vielmehr geht es um die auffällige Wiederkehr des Zeitraums von drei Wochen bzw. 21 Tagen in verschiedenen Schriften und Erfahrungswegen.

Für dieses Buch ist die Zahl deshalb zu einem symbolischen und zugleich in der Literatur wiederzufindenden Bezugspunkt geworden.

Kapitel 21 ist somit kein gewöhnliches Buch über 21 Tage Fasten.

Es geht um einen längeren Weg:

vom gekochten Essen
zur Rohkost,
von der Rohkost zur Reinigung,
von der Rohkost - Reinigung zum Fasten,
vom Fasten zu weiteren Formen der Entlastung und des Rückzugs,
und schließlich zu der Vorstellung des „Vivere di Luce“ – Living on Light – des Lebens vom Licht.

Dabei soll dieser Weg nicht als ein plötzlicher Sprung verstanden werden. Gerade die Erfahrungen, die in der Literatur über Fasten, Rohkost und Reinigung beschrieben wurden, zeigen immer wieder die Bedeutung von Übergängen und verschiedenen Stufen.

Auch die 21 Tage stehen deshalb in diesem Buch nicht isoliert.

Sie sind vielmehr ein symbolischer Mittelpunkt eines viel längeren Entwicklungsweges.

Ein Weg, der bei der alltäglichen Ernährung beginnt und immer weiter zu der Frage führt, was der menschliche Körper tatsächlich benötigt, wie Hunger erlebt wird, welche Rolle Nahrung bei Reinigung und Ausscheidung spielt, was während des Fastens geschieht und wie sich das Verhältnis des Menschen zu Nahrung, Körper, Bewegung, Atem, Licht und seiner Umgebung verändern kann.

Dieses Buch ist deshalb bewusst nicht in weitere Kapitel unterteilt.

Der gesamte Inhalt gehört durchgehend zusammen.

Die einzelnen Abschnitte sind wie Stationen eines einzigen Weges. Zwischen ihnen bleiben Leerzeilen – nicht nur aus Gründen der Lesbarkeit, sondern auch als kleine Pausen zum Nachdenken.

Denn die Fragen, um die es hier geht, lassen sich nicht in wenigen Sätzen beantworten.

Was ist Hunger wirklich?

Wann essen wir aus wirklichem körperlichem Bedürfnis – und wann essen wir aus Gewohnheit, aus Verlangen oder weil wir einen unangenehmen körperlichen Zustand möglichst schnell verändern wollen?

Was geschieht, wenn Nahrung nicht mehr ständig zugeführt wird?

Was geschieht während der Reinigung?

Was verändert sich durch Rohkost?

Was verändert sich durch Fasten?

Und warum taucht in so vielen unterschiedlichen Erfahrungswegen immer wieder der Gedanke auf, dass der Mensch nicht ausschließlich durch Nahrung, sondern auch durch Luft, Atmung, Bewegung, Schlaf, Wärme, Licht, Freude und seine Umgebung geprägt und getragen wird?

Kapitel 21 folgt diesen Fragen.

Es verbindet dabei überlieferte Literatur, beschriebene Erfahrungen und eigene Beobachtungen miteinander.

Arnold Ehret, die Rohkostbewegung, Fastenerfahrungen, die von Jasmuheen beschriebene 21-Tage-Erfahrung, chinesische Traditionen wie Bi Gu Fu Qi Gong sowie Erfahrungen aus Bewegung, Tanz, Akrobatik und Kung Fu gehören zu den unterschiedlichen Bezugspunkten dieses Weges.

Dabei geht es nicht darum, aus allen diesen Quellen eine einzige Lehre zu machen.

Vielmehr werden sie nebeneinandergestellt, miteinander betrachtet und dort miteinander verbunden, wo sich gemeinsame Erfahrungen oder wiederkehrende Gedanken zeigen.

So wird die 21 zu einer Art innerem Schlüssel dieses Buches:

21 Tage.

Drei Wochen.

Drei mal sieben Tage.

Ein Zeitraum, der in bestimmten Fasten- und Lichtnahrungsdarstellungen eine besondere Bedeutung erhält und der zugleich als Sinnbild für einen Übergang verstanden werden kann.

Vom Gewohnten zum Ungewohnten.

Vom ständigen Essen zum bewussten Beobachten.

Vom Essen als Selbstverständlichkeit zur Frage nach seinem eigentlichen Platz im Leben.

Und schließlich zu der vielleicht grundlegendsten Frage dieses ganzen Kapitels:

Lebt der Mensch wirklich vom Essen allein?

Die folgenden Seiten versuchen nicht, diese Frage mit einem einzigen Satz zu beantworten.

Sie führen vielmehr durch die Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken, die sich auf diesem Weg angesammelt haben.

Und genau deshalb heißt dieses Buch:

„Kapitel 21“

Denn manchmal ist eine Zahl mehr als nur eine Zahl.

Sie kann zu einem Zeitraum werden.

Zu einem Rhythmus.

Zu einer Erinnerung.

Und vielleicht zu einer Tür, durch die man beginnt, den eigenen Körper, die eigene Nahrung und das eigene Leben mit anderen Augen zu betrachten.

Eine persönliche Begegnung mit der Zahl 21

Und dann gibt es noch eine ganz persönliche Verbindung zu dieser Zahl, die ich erst im Zusammenhang mit diesem Kapitel bewusst wahrgenommen habe.

Ich bin mit 21 Jahren aus dem Haus meiner Eltern ausgezogen und habe damit einen wichtigen Schritt in mein eigenes selbstständiges Leben gemacht.

Heute bin ich 65 Jahre alt und lebe seit 2008 in einem Haus mit der Hausnummer 21.

Die Zahl 21 begleitet mich damit auf eine eigenartige Weise durch verschiedene Abschnitte meines Lebens:

Mit 21 Jahren begann ein neuer Lebensabschnitt außerhalb des Elternhauses.

Seit 2008 lebe ich unter der Hausnummer 21.

Und nun steht diese Zahl erneut über einem Kapitel, das sich mit den 21 Tagen, den drei Wochen des Fastens, den verschiedenen Stufen der Reinigung und dem Übergang vom Essen hin zum „Vivere di Luce“ beschäftigt.

Ich wurde in einem Haus mit der Zahl 7 geboren.

Wenn wir diese Zahl 7 in die dreiwöchige Fastenzeit einrechnen, erhalten wir 21 Tage.

Ob das lediglich eine interessante Aneinanderreihung von Zufällen ist oder ob man darin persönlich eine tiefere Verbindung sehen möchte, lasse ich offen.

Ich stelle es einfach fest.

Denn manchmal sind es gerade solche kleinen persönlichen Einzelheiten, die einen größeren Zusammenhang plötzlich anders erscheinen lassen.

21 – mit 21 Jahren das Elternhaus verlassen.

21 – seit 2008 unter dieser Hausnummer leben.

21 – als Zeitraum von drei Wochen im Fasten.

21 – als Titel dieses Kapitels.

Und so bekam die Zahl für mich eine Bedeutung, die weit über eine bloße Kapitelnummer hinausgeht.

„Das ist der Weg des Lebens“

Von der Kochkost
über den Rohkost-Reinigungsweg
zum „Living on Light“ …

Der Königsweg – aus dem Hungerleid

Zweites Vorwort – Fortsetzung

Ich habe hier einige wichtige Informationen gesammelt. Was ihr damit macht, ist eure Sache: Ihr könnt weiterforschen und weiterstudieren – oder auch nicht. Unsere Aufklärungspflicht ist damit erfüllt.

Ich schreibe für „Gernstudierer“, für Menschen, die gerne lernen, weiterforschen und weiterkommen wollen. Wer nicht lernen möchte und sich bevormundet fühlt, braucht nicht weiterzulesen. Logisch, oder?

Also, erstens: Ich schreibe nur für „Gernstudierer“, nicht für „Langweiler“. Und niemand soll mir kommen und erzählen, das, was ich hier in diesem Buch beschreibe, sei zu kompliziert.

Wenn ich als sizilianischer „Hinterwäldler“ das begreife – naja, selbst geschrieben –, dann sollte es auch für andere möglich sein, es zu verstehen.

Außerdem ist das hier Klartext und kein Chinesisch.

Und wenn euch manche Wörter fremd erscheinen, habt ihr im Internet die Möglichkeit, nachzuschauen – im größten Lexikon, das jemals existiert hat. Genau so wird auch Forschung betrieben: nachschauen, vergleichen, weiterlesen, Zusammenhänge suchen.

Das, was ich schreibe, ist keine Esoterik und hat nichts mit Religion zu tun, auch wenn manches an einigen Stellen vielleicht so anmuten mag.

Es handelt sich um euch unbekannte Naturgesetz-Funktionen, die jedoch von euch in esoterische oder religiöse Schubladen gezwungen werden.

Einigen von euch mag das eine oder andere bereits vertraut sein. Den allermeisten wahrscheinlich nicht.

„Vergewissert euch aller Dinge und haltet an dem fest, was vortrefflich ist.“

Und wenn das mit dem Verstehen am Anfang noch nicht ganz funktioniert, dann macht euch keine Sorgen. Im Laufe des Studiums kommt der Verstand schon noch hinterher.

Das „Wesentliche“ durch das Studium des „Unwesentlichen“

Das „Wesentliche“ findest du, wenn du gründlich studierst – und zwar besonders genau das, was zunächst gar nicht wesentlich aussieht.

Das sogenannte „Unwesentliche“.

Denn ohne das sogenannte Unwesentliche drumherum verstehen die allermeisten Menschen das Wesentliche überhaupt nicht.

Je wesentlicher jemand nach dem Wesentlichen sucht, desto leichter übersieht er gerade das Wesentliche.

Deshalb:

Nicht zappen.

Nicht schnell überfliegen.

Wenn ihr etwas lest, dann geht der Sache gründlich nach.

Sonst gehen euch wichtige, „wesentliche“ Buchstaben durch die Lappen.

Und in all den Beispielen, Beschreibungen, Videos und Hinweisen, die ich hier vorführe, könnt ihr sehen, was euch alles durch die Lappen geht, wenn ihr nur zappt.

Wenn ihr euch durch Kommentarverläufe zappt, durch Videos, Filme, Texte, Berichte oder Bücher schnell hindurchgeht, dann gehen euch viele wichtige Zusammenhänge verloren.

All das Kleinkarierte, nach dem ihr vielleicht sucht, findet ihr dann nicht.

Wer gründlich studiert, der gründlich gewinnt.

Es sei denn, der Verrat erwischt euch von hinten.

Wenn man nur noch das sucht, was man finden will

Auch das zielgerichtete Suchen kann zu einer Falle werden.

Wenn jemand etwas sucht, geschieht es leicht, dass sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht.

Er vermag dann nichts anderes mehr zu finden.

Nichts anderes mehr in sich aufzunehmen.

Denn er denkt nur noch an das Gesuchte.

Er hat ein Ziel.

Und er wird von diesem Ziel besessen.

Wie Hermann Hesse in Siddhartha sinngemäß schreibt:

Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben.

Das bedeutet auch:

Wenn du etwas suchst, dann suche auch dort, wo du es nicht erwartest.

Und wenn du dir überhaupt nicht vorstellen kannst, dass etwas ausgerechnet dort zu finden sein könnte, wo es nicht angekündigt oder im Inhaltsverzeichnis angegeben ist, dann solltest du vielleicht gerade dort genauer hinschauen.

Denn in diesem Buch wirst du manches von dem finden, was du suchst, ohne dass es vorher im Inhaltsverzeichnis angekündigt wurde.

Die Texte können nicht lang genug sein

Die Texte können nicht lang genug sein.

So sind nun einmal Bücher.

Und so schreibe ich auch in meinen Dateien: als würde ich Bücher schreiben.

Selbst dieses Buch hier ist nicht lang genug, um all die Wesentlichkeiten zu erklären.

Denn dazu fehlen noch all die scheinbar unwesentlichen Erklärungen drumherum, die notwendig sind, damit man das Wesentliche überhaupt verstehen kann.

Deshalb muss dieses Buch erzählen.

Es muss zurückblicken.

Es muss wiederholen.

Es muss vergleichen.

Es muss Erinnerungen hervorholen.

Es muss Beispiele bringen.

Und manchmal muss es sogar etwas noch einmal sagen, obwohl es bereits gesagt wurde.

Nicht weil nichts Neues mehr zu sagen wäre, sondern weil eine bereits bekannte Sache, aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, plötzlich verständlich werden kann.

Der rote Faden Der rote Faden ist folgender:

Heile deinen Hunger.

Der Mensch lebt nicht „VOM“ Essen.

Egal, was gegessen wird – kein Mensch lebt vom Essen.

Sondern:

Der Mensch lebt MIT dem Essen.

Das ist ein grundlegender Unterschied.

Der Mensch besitzt die Fähigkeit zur Levitation.

Die Rohkost ist eine Reinigungsanwendung und keine Ernährung.

Bewegung – Arbeit, Sport, Freude, Lachen, Spiel – und Schlaf sind wichtig.

Dadurch wird Nervenenergie geladen.

Nicht Lebensenergie.

Nervenenergie.

Mit dem Schlaf haben wir permanent die Verbindung zum Qi.

Ohne Schlaf nutzt nicht einmal die Atmung etwas.

Auch wenn man wenig schläft, ist die Nervenenergie etwas niedriger, aber man kann noch leben.

Ohne Schlaf kann niemand und nichts leben.

Genau hier kommen Lebensenergie und Nervenenergie zusammen:

Lebensenergie ist beständig.
Nervenenergie ist schwankend.

Lebensenergie kann man nicht essen

Lebensenergie kann man nicht essen.

Man kann sie nicht verlängern.

Man kann sie nur schonen.

Sie ist ewig.

Was man verlieren kann, ist der Anschluss an die Lebensenergie – durch Vergiftungen des Lebens, durch Essen, Trinken und all das, was damit verbunden ist.

Und durch Streit sowieso.

Der allergrößte Schaden und Verlust geschieht jedoch durch das Essen selbst, in erster Linie durch die Kochkost.

Aber auch Rohkost kann dazu beitragen, wenn man sie als gewöhnliche Ernährung betreibt und daraus einen Glauben an Nährstoffe, Kalorien, Mangelerscheinungen und ähnliche Vorstellungen macht.

Dann wird auch die Rohkost wieder zu einem Ernährungssystem.

Und genau darum geht es hier nicht.

Der größte Energieverbrauch

So schläft man nachts zu wenig.

Man befindet sich eher in einem Komazustand, selbst wenn man zehn oder zwölf Stunden schläft.

Von dieser Zeit geht ein großer Teil der Energie, die man durch Pinolin und Melatonin erhält, für die Verdauung verloren.

Man muss viel schlafen, um die Verdauungsarbeit zu leisten und gleichzeitig noch sportlich und leistungsfähig zu sein.

Und hier stellt sich die Frage:

Wenn Essen Lebensenergie und Nervenenergie verbraucht – warum dann weiterhin Kochkost essen?

Es ist nicht der Sport, der die Energie verbraucht.

Es ist das Essen, von dem man glaubt, dass man davon lebt.

Genau daran stirbt der Mensch.

Der sportliche und körperlich hart arbeitende Mensch hält vielleicht etwas länger aus und erscheint scheinbar etwas gesünder – aber nicht grundsätzlich anders.

Denn durch die vielen Bewegungen entgiftet er etwas mehr und setzt mehr kosmische beziehungsweise Nervenenergie um als der unsportliche Mensch.

Auch Bewegung liefert Nervenenergie.

Sport ist wie eine Zeitreise mit Verjüngungseffekt.

Weniger essen – mehr vom Leben

Die Frage ist also nicht nur:

Wie viel kann ich essen?

Sondern auch:

Wie viel Leben verbrauche ich dadurch?

Weniger essen.

Mehr vom Leben.

Und damit sind wir wieder beim roten Faden:

Heile deinen Hunger.

Weniger essen – mehr vom Leben.

Von der Kochkost über die Rohkost zum „Living on Light“ – die Hungerfalle, Reinigung und die Stufen des Fastens

Die Hungerkrankheit und der Teufelskreis von Hunger – Essen – Hunger

Was bedeutet eigentlich Hunger? Und warum kann aus Hunger – Essen – Hunger ein regelrechter Teufelskreis werden?

Viele Menschen erhalten Kochkost bereits vor der Geburt über die Ernährung der Mutter und werden anschließend von klein auf mit gekochter Nahrung ernährt. Auf diese Weise wird der Körper von Anfang an an diese Form der Ernährung gewöhnt. Hunger wird dabei nicht nur als körperliches Signal erlebt, sondern mit dem Essen verbunden und schließlich als ständiger Nahrungsbedarf verstanden.

Kochkost wird hier als eine Droge betrachtet, und das Essen von Kochkost als eine Leidenschaft, deren Folgen weltweit bekannt sind: Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes, Alzheimer, Karies und vieles andere mehr.

Eine Droge verursacht unerwünschte Nebenwirkungen und belastet damit die Gesundheit. Kochkost wirkt auf den Körper verschleimend und verstopfend. Doch gerade dadurch wird sie zur Droge: Wird sie bei einem daran gewöhnten Menschen plötzlich weggelassen, können Entzugserscheinungen auftreten.

Je nach Stärke der Abhängigkeit kann man in den ersten Tagen nervös werden, anfangen zu zittern, sich unruhig fühlen, Kopfschmerzen bekommen, frieren, schwach werden oder sich allgemein schlecht fühlen. Nach einigen Tagen nimmt diese Wirkung ab. Der ehemals Abhängige wird wieder ruhiger, und nach einigen Wochen kann bereits ein großer Abstand zwischen der früher konsumierten Nahrung und dem Menschen entstanden sein, sodass das Verlangen danach deutlich geringer wird.

Doch warum treten überhaupt solche Symptome auf?

Kochkost verschleimt und verstopft den Körper. Fremdstoffe gelangen über Magen und Darm in den Blutkreislauf und belasten den Organismus. Nun wird Energie für die Reinigung und Ausscheidung benötigt. Abfallstoffe und Fremdstoffe werden wieder in Bewegung gebracht und über verschiedene Ausscheidungswege aus dem Körper abgegeben.

Diese Vorgänge können den gesamten Körper belasten. Es kann ein Gefühl körperlicher Schwäche entstehen, Schwindel, Magenbeschwerden, Kopfbeschwerden, Darmbeschwerden und vieles andere mehr.

Der Kochköstler kennt diesen Zustand als sogenannten Hunger, als „Loch im Magen“ oder als Nahrungsmittelbedarf.

Hier liegt der entscheidende Punkt:

Der Zustand der Reinigung und Ausscheidung wird als Hunger interpretiert und dadurch zum Signal für erneutes Essen.

Der Körper beginnt mit der Reinigung – und der Mensch isst.

Damit wird der Vorgang wieder unterbrochen.

Essen als Unterbrechung der Reinigung

Der Hunger- und Schwächezustand kann verschwinden, sobald man wieder isst und den Magen füllt.

Die Energie wird dann nicht mehr in gleichem Maße für die Reinigung verwendet, sondern steht wieder für die Verdauung zur Verfügung. Das Gefühl der Leere verschwindet, der Mensch fühlt sich kurzfristig besser und häufig auch stimuliert.

So entsteht der Kreislauf:

Reinigung → Unwohlsein → Hunger → Essen → Unterbrechung der Reinigung → kurzfristiges Wohlgefühl → erneute Belastung → erneute Reinigung → Hunger.

Die andere Möglichkeit besteht darin, abzuwarten, also zu fasten und dem Körper Zeit zu geben, seine Ausscheidungsvorgänge fortzusetzen.

Abfallstoffe, überschüssige oder ungeeignete Nahrung und andere Belastungen werden über die Nieren, die Haut, die Lunge und den Darm ausgeschieden.

Das bedeutet nicht, dass jedes Hungergefühl grundsätzlich eine Entgiftung bedeutet. Hunger kann selbstverständlich auch ein normales physiologisches Signal für Energie- und Nahrungsbedarf sein. Entscheidend ist die Beobachtung des eigenen Körpers und die Unterscheidung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Hungerfalle

Die eigentliche Falle besteht darin, dass man den Zustand nach dem Essen als Beweis dafür nimmt, dass man essen musste.

Man fühlt sich schwach – man isst – und die Schwäche verändert sich.

Also glaubt man:

„Ich hatte Hunger, deshalb musste ich essen.“

Doch aus dieser Sicht kann auch eine andere Erklärung bestehen:

„Der Körper befand sich in einem Ausscheidungsprozess, und durch das Essen wurde dieser Prozess unterbrochen.“

Genau daraus kann der Kreislauf entstehen.

Je häufiger dieser Kreislauf wiederholt wird, desto stärker kann sich die Verbindung zwischen dem unangenehmen Gefühl und dem Griff nach Nahrung festigen.

Die Nahrung wird dann nicht mehr ausschließlich zur Ernährung aufgenommen, sondern auch, um einen bestimmten körperlichen oder emotionalen Zustand zu verändern.

Von der Kochkost zur Rohkost



Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.